Wissen & Bräuche
Rauhnächte: die zwölf Nächte zwischen den Jahren
Die Rauhnächte sind die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag; meist zählt man die Nacht vom 25. auf den 26. Dezember als erste und die vom 5. auf den 6. Januar als letzte. Regional beginnen sie schon mit der Thomasnacht vor dem 21. Dezember. Im Volksglauben galten sie als Zeit der Geister, Orakel und Schutzbräuche.

Zwischen Weihnachten und Dreikönig läuft die Zeit anders: Die Arbeit ruht, die Tage sind kurz, das alte Jahr ist noch nicht ganz vorbei. Der Volksglaube hat diese Spanne mit besonders vielen Bräuchen, Verboten und Orakeln belegt. Diese Seite erklärt Zählung, Namen und Überlieferung – und was davon heute als ruhiges Ritual taugt.
Wann sind die Rauhnächte?
Eine einheitliche Zählung gibt es nicht. Verbreitet ist die Rechnung, die der Bayerische Rundfunk nennt: Die erste Rauhnacht ist die Nacht vom 25. auf den 26. Dezember, die zwölfte die vom 5. auf den 6. Januar. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache und der NDR sprechen dagegen von den Nächten zwischen Heiligabend und Dreikönigstag und beziehen damit die Christnacht vom 24. auf den 25. Dezember ein. Regional beginnen die Rauhnächte sogar schon mit der Thomasnacht vor dem 21. Dezember, rund um die Wintersonnenwende (BR, Deutscher Wetterdienst).
Ältere Quellen kennen außerdem vier Haupt-Rauhnächte: den Vorabend des Thomastags, Weihnachten, Silvester und die Nacht vor Dreikönig (Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd. 7). Je nach Region zählen drei bis zwölf Nächte dazu (DWDS). Für den kommenden Jahreswechsel heißt das nach der gängigen Zählung: Die erste Rauhnacht beginnt am Freitag, 25. Dezember 2026, die letzte endet am Mittwoch, 6. Januar 2027.
Rauhnacht oder Raunacht? Herkunft des Namens
Seit der Rechtschreibreform lautet die amtliche Schreibung „Raunacht“, daneben ist „Rauchnacht“ gebräuchlich; „Rauhnacht“ führt das DWDS als ungültige Schreibung. Im Brauchtum und in vielen Medien, auch beim BR, hält sich die alte Form mit h, deshalb verwendet sie auch diese Seite. Woher das Wort stammt, ist offen: Das DWDS nennt mittelhochdeutsch „rûch“ für „haarig“, bezogen auf die fellbekleideten Dämonen dieser Nächte, oder „Rauch“ wegen des Weihrauchs, mit dem um Weihnachten geräuchert wurde. Pelze heißen bis heute „Rauchwaren“, und die Perchten treten in Fellen auf (BR). Andere Namen für die Zeit sind „die Zwölften“, „Unternächte“ und „Losnächte“, Letzteres vom Erkunden der Zukunft (Handwörterbuch, Bd. 9).
Mondjahr, Sonnenjahr und „zwischen den Jahren“
Eine oft erzählte Erklärung bezieht sich auf den Kalender: Zwölf Mondmonate ergeben nur 354 Tage, das Sonnenjahr hat 365. Die fehlenden elf Tage oder zwölf Nächte seien als „tote Tage“ außerhalb der gewohnten Ordnung eingeschoben worden (BR, NDR). Das ist eine These, keine gesicherte Tatsache; selbst die Wikipedia schreibt nur, der Brauch habe seinen Ursprung „vermutlich“ in einer Zeitrechnung nach dem Mondjahr (Wikipedia: Raunacht).
Gesichert ist der kirchliche Rahmen: Die Tage vom 25. Dezember bis 6. Januar bildeten schon in der alten Kirche eine Festzeit, die die Synode von Tours im Jahr 567 anerkannte (Handwörterbuch, Bd. 9). Weil das neue Jahr im Lauf der Geschichte mal am 25. Dezember, mal am 1. oder am 6. Januar begann, lag dazwischen eine Spanne, die keinem Jahr eindeutig gehörte. Daher stammt nach der Gesellschaft für deutsche Sprache die Redewendung „zwischen den Jahren“, belegt seit dem 14. Jahrhundert; ebenso erklärt es der Brauchtumsforscher Manfred Becker-Huberti im NDR. Wie Silvester und Neujahr zu ihren Terminen kamen, erzählt die Geschichte von Silvester.
Überlieferte Bräuche und Verbote der Rauhnächte
Räuchern
An den Haupt-Rauhnächten ging nach dem Abendläuten der Priester, der Hausherr oder die Hausfrau mit geweihten Kräutern oder Weihrauch durch alle Räume und Ställe, besprengte sie mit Weihwasser und betete gegen Hexen und böse Geister (Handwörterbuch, Bd. 7). Mancherorts wird bis heute so geräuchert (NDR).

Die Wilde Jagd
In der Silvesternacht, der Mitte der Rauhnächte, sollte nach altem Volksglauben Wotan mit dem Heer der Toten zur Wilden Jagd aufbrechen (BR). Wer Türen und Fenster offen ließ, riskierte, dass der Zug durchs Haus brauste. Es gab aber auch eine freundliche Lesart: Je mehr der wilde Jäger in den Zwölften jage, desto fruchtbarer werde das Jahr (Handwörterbuch, Bd. 9). Schutz versprachen auch Hufeisen über der Tür – mehr dazu bei den Glücksbringern zu Silvester.
Keine Wäsche, nichts verleihen, Ruhe im Haus
Am bekanntesten ist das Wäscheverbot: Nichts durfte draußen hängen, weil sich die Reiter der Wilden Jagd darin verfangen könnten (NDR); was nicht unter Dach und Fach war, galt als ungeschützt. Außerdem sollte man im Haus still sein, nichts verleihen, den Kehricht nicht vor die Tür werfen (Handwörterbuch, Bd. 9), Ordnung halten sowie schwere Arbeit und Reisen meiden (NDR). Wer seinen Flachs vor den Rauhnächten nicht abgesponnen hatte, dem drohte nach der Sage ein Besuch der Perchta (Handwörterbuch, Bd. 7). Manche verzichten bis heute zwischen den Jahren aufs Wäschewaschen (Wikipedia: Raunacht).
Orakel und Losnächte
„Keine Zeit ist für Weissagungen und Vorbedeutungen aller Art geeigneter“, heißt es im Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens über die Zwölften. Vor allem wurde „der Kalender gemacht“: Jeder der zwölf Tage stand für einen Monat des neuen Jahres, sein Wetter sollte das des Monats vorzeichnen; auch Träume erfüllten sich angeblich im passenden Monat. Beim Zwiebelkalender bestreute man in der Silvesternacht zwölf Zwiebelschalen mit Salz – je mehr Flüssigkeit am Morgen in einer Schale stand, desto nasser sollte der Monat werden (Handwörterbuch, Bd. 9). Dazu kamen Bleigießen und Schuhwerfen; wie das Gießen heute mit Wachs funktioniert, erklärt das Lexikon zum Wachsgießen. In manchen Rauhnächten sollte sogar das Vieh im Stall sprechen, hörbar nur für Menschen, die an einem Quatember, einem der vier kirchlichen Fasttermine, geboren waren (Handwörterbuch, Bd. 7).
Perchten und Tresterer: Rauhnacht-Bräuche in Bayern und Österreich
Am sichtbarsten sind die Rauhnächte heute im Alpenraum. Bei Perchtenläufen ziehen Schön- und Schiechperchten mit Fellen, Masken und Glocken durch die Orte; die Glocken sollen die bösen Geister des Winters austreiben (Deutscher Wetterdienst). Unterwegs sind die Perchten vor allem im bayerisch-österreichischen Alpenraum, aber auch in Südtirol und der Oberpfalz, und große Läufe ziehen Tausende an (BR). Vielerorts vermischen sie sich mit dem Krampuslaufen, das eigentlich zum Nikolaustag gehört; in Bayern belebte Kirchseeon bei München den Perchtenlauf 1954 neu (beides Wikipedia: Percht).
Im österreichischen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO stehen die Gasteiner Perchten, die alle vier Jahre zwischen Neujahr und Dreikönig mit rund 140 Figuren durch Bad Gastein und Bad Hofgastein ziehen, und der Pinzgauer Tresterertanz, eine Form des Schönperchtenlaufens, aufgeführt jedes Jahr am 5. Januar bei einbrechender Dunkelheit.
Welche Nacht als die gefährlichste galt, ist nicht einheitlich überliefert. Der NDR nennt die Silvesternacht; der Brauchtumsforscher Manfred Becker-Huberti beschreibt die Nacht vom 5. auf den 6. Januar als „Oberstnacht“, die schlimmste und gefährlichste der Rauhnächte, und den Dreikönigstag als Perchtentag. An diesem Tag wurde früher ein schützendes Türkreuz angebracht, das im Segenszeichen der Sternsinger aufging: „C+M+B“ steht für „Christus mansionem benedicat“, Christus segne dieses Haus (Die Sternsinger). Weitere Bräuche des Jahreswechsels stellt die Seite Silvester-Traditionen vor.
Die zwölf Rauhnächte im Überblick
Die Tabelle folgt der verbreiteten Zählung vom 25. Dezember bis 6. Januar. Die Spalte „Steht im Volksglauben für“ gibt den Losnacht-Glauben wieder, nach dem jede Nacht einen Monat des neuen Jahres vorzeichnet (Handwörterbuch, Bd. 9) – Volksglaube, keine Vorhersage. Die letzte Spalte ist unser eigener Vorschlag für ruhige Abende.
| Nacht und Datum | Steht im Volksglauben für | Überlieferter Bezug | Vorschlag für heute |
|---|---|---|---|
| 1. Nacht: 25./26. Dezember | Januar | Am Morgen Stephanstag: Segnungen von Wasser und Hafer sind seit der Zeit Karls des Großen bezeugt; in Oberhaching bei München gibt es seit 1978 einen Stephaniritt (Wikipedia). | Die drei schönsten Momente des Jahres aufschreiben. |
| 2. Nacht: 26./27. Dezember | Februar | Am Morgen Fest des Evangelisten Johannes: In katholischen Kirchen wird der Johanneswein gesegnet (Wikipedia). | Fotos des Jahres sichten und für jeden Monat eines auswählen. |
| 3. Nacht: 27./28. Dezember | März | Am Morgen Fest der Unschuldigen Kinder: In der Steiermark klopfen Kinder Erwachsenen mit kleinen Ruten Glück fürs neue Jahr zu; viele Pfarren segnen Kinder (Katholische Kirche Steiermark). | Einem Menschen danken, der Ihnen im Jahr geholfen hat. |
| 4. Nacht: 28./29. Dezember | April | Kein eigener Festbrauch; es gelten die allgemeinen Regeln der Zwölften. | Eine Schublade oder einen digitalen Ordner aufräumen. |
| 5. Nacht: 29./30. Dezember | Mai | Kein eigener Festbrauch. | Drei Dinge notieren, die Sie nicht ins neue Jahr mitnehmen möchten. |
| 6. Nacht: 30./31. Dezember | Juni | Kein eigener Festbrauch. | Ein Spaziergang ohne Handy, um die Gedanken zu sortieren. |
| 7. Nacht: 31. Dezember/1. Januar | Juli | Silvesternacht, Mitte der Rauhnächte: Aufbruch der Wilden Jagd (BR), Lärmbräuche (Becker-Huberti), Bleigießen und Zwiebelkalender (Handwörterbuch, Bd. 9). | Wünsche fürs neue Jahr aufschreiben und gemeinsam Wachs gießen. |
| 8. Nacht: 1./2. Januar | August | Kein eigener Festbrauch. | Ausschlafen und nichts planen. |
| 9. Nacht: 2./3. Januar | September | Kein eigener Festbrauch. | Den Kalender anlegen: Geburtstage, Urlaube, feste Termine. |
| 10. Nacht: 3./4. Januar | Oktober | Kein eigener Festbrauch. | Einen einzigen Vorsatz auswählen und konkret machen. |
| 11. Nacht: 4./5. Januar | November | Kein eigener Festbrauch. | Etwas Neues vormerken: ein Buch, einen Kurs oder einen Ausflug. |
| 12. Nacht: 5./6. Januar | Dezember | „Oberstnacht“ vor Dreikönig (Becker-Huberti); Tresterertanz im Pinzgau am 5. Januar (UNESCO); am 6. Januar Perchtentag und Haussegen der Sternsinger. | Den Jahresrückblick abschließen und gut sichtbar aufbewahren. |
Rauhnacht-Rituale heute
Seit einigen Jahren erleben die Rauhnächte eine Renaissance – weniger als Geisterzeit denn als Gelegenheit, das Jahr zu sortieren. Die Katholische Nachrichten-Agentur berichtete 2022 von einer Psychologin, deren Online-Seminare zu den Rauhnächten in einem Jahr rund 600 Interessierte fanden und die ihren Ansatz „komplett unesoterisch“ nennt: Es gehe um Dankbarkeit, Loslassen und Wünsche (katholisch.de).
Das 13-Wünsche-Ritual
Kein überliefertes Brauchtum, sondern eine moderne Praxis ist das Ritual mit den 13 Wünschen: Vor der ersten Rauhnacht schreibt man 13 Wünsche auf einzelne Zettel und faltet sie. In jeder der zwölf Nächte wird ein Zettel ungelesen verbrannt, der letzte bleibt übrig und wird am Ende geöffnet. Wie bekannt das Ritual ist, zeigt der ZDF-Film „Stille Nacht, raue Nacht“ von 2024, in dem die Wunschzettel die Handlung tragen (Wikipedia). Nüchtern betrachtet ist es eine Methode, Prioritäten zu setzen: Wer dreizehn Wünsche formulieren muss, merkt schnell, welche wirklich zählen, und der letzte Zettel taugt als Vorhaben fürs neue Jahr. Verbrannt wird in einer feuerfesten Schale, mit Abstand zu Deko und nie unbeaufsichtigt. Dasselbe gilt fürs Räuchern, das ebenfalls wieder beliebt ist: feuerfeste Unterlage, danach lüften – ein stimmungsvolles Ritual, kein Heilmittel.
Ein ruhiger Plan für die Tage zwischen den Jahren
Unser Vorschlag steht in der letzten Spalte der Tabelle: jeden Abend zehn Minuten und ein Notizbuch, in der ersten Hälfte mit Blick zurück, in der zweiten nach vorn. Das knüpft lose an den alten Glauben an, die zwölf Nächte zeichneten die zwölf Monate vor; manche ziehen dazu jeden Abend eine Karte als Impuls für den passenden Monat (katholisch.de). Hilfreich sind unsere Fragen und die Vorlage für den Jahresrückblick sowie die Methoden bei den Neujahrsvorsätzen, mit denen aus einem Wunsch ein Plan wird. Drei Grundregeln:
- Klein anfangen: Ein Satz pro Abend ist besser als ein ausgelassener Abend.
- Analog schreiben: Ein Notizbuch lenkt weniger ab als das Handy.
- Nichts nachholen: Wer einen Abend verpasst, macht am nächsten einfach weiter.
Quellen
- Raunacht (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, abgerufen am 01.10.2026)
- Rauhnächte: Zeit der Geister und Dämonen (Bayerischer Rundfunk, Stand 29.12.2014, abgerufen am 01.10.2026)
- Nächte, die es nicht gibt: Raunächte zwischen den Jahren (Kerry Rügemer, NDR Kultur, 28.12.2025, abgerufen am 01.10.2026)
- Die besonderen Nächte der ruhigen Weihnachtszeit (Florian Bilgeri, Deutscher Wetterdienst, 23.12.2017, abgerufen am 01.10.2026)
- Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd. 7, Artikel „Rauchnächte“ (Paul Sartori), Sp. 529–532 (Hrsg. Hanns Bächtold-Stäubli, Digitalisat im Internet Archive, abgerufen am 01.10.2026)
- Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd. 9, Artikel „Zwölften“ (Paul Sartori), Sp. 979 ff., und „Zwiebelkalender“ (Gustav Jungbauer), Sp. 971 (Hrsg. Hanns Bächtold-Stäubli, Digitalisat im Internet Archive, abgerufen am 01.10.2026)
- Zeit „zwischen den Jahren“ (Manfred Becker-Huberti, brauchtum.de, Bonifatiuswerk, abgerufen am 01.10.2026)
- Herkunft und Bedeutung von „zwischen den Jahren“ (Gesellschaft für deutsche Sprache, Der Sprachdienst 1/2015, abgerufen am 01.10.2026)
- Gasteiner Perchten und Pinzgauer Tresterertanz der Salzburger ALPINIA (Österreichische UNESCO-Kommission, Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes, abgerufen am 01.10.2026)
- 28. Dezember: Fest der unschuldigen Kinder (Katholische Kirche Steiermark, abgerufen am 01.10.2026)
- Häufige Fragen zum Sternsingen (Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, abgerufen am 01.10.2026)
- Warum die „Rauhnächte“ Menschen heute (wieder) ansprechen (Angelika Prauß, KNA, katholisch.de, 26.12.2022, abgerufen am 01.10.2026)
- Rauhnächte – eine ganz besondere Zeit (Angelika Prauß, KNA, katholisch.de, 31.12.2016, abgerufen am 01.10.2026)
- Raunacht, Percht, Stefanitag, Johanneswein und Stille Nacht, raue Nacht (Wikipedia, ergänzend, abgerufen am 01.10.2026)
Häufige Fragen
Wann beginnt die erste Rauhnacht?
Nach der verbreiteten Zählung in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember. Wer die Christnacht mitzählt, beginnt einen Tag früher; regional gilt schon die Thomasnacht vor dem 21. Dezember als erste Rauhnacht.
Darf man in den Rauhnächten Wäsche waschen?
Selbstverständlich. Das Verbot stammt aus dem Volksglauben, nach dem draußen hängende Wäsche der Wilden Jagd im Weg war. Wer den Brauch pflegen möchte, wäscht einfach vor Weihnachten.
Was ist die Oberstnacht?
So heißt die Nacht vom 5. auf den 6. Januar, die letzte der zwölf Rauhnächte. Sie galt mancherorts als die gefährlichste, und um sie herum finden viele Perchtenbräuche statt.
Was hat es mit dem 13-Wünsche-Ritual auf sich?
Es ist eine moderne Praxis und kein überliefertes Brauchtum: 13 Wünsche auf Zetteln, in jeder der zwölf Nächte wird einer ungelesen verbrannt, der letzte bleibt übrig. Nüchtern betrachtet hilft es vor allem, Wünsche zu sortieren.
Sind die Rauhnächte ein christlicher Brauch?
Beides fließt zusammen. Der Zeitraum deckt sich mit den zwölf Weihnachtstagen, die die Kirche spätestens seit der Synode von Tours im Jahr 567 als Festzeit kennt; das Räuchern mit Weihrauch ist christlich geprägt, Gestalten wie die Wilde Jagd stammen aus dem Volksglauben.
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